Menü

„Sustainable Leadership“ – zukunftsweisend führen

Sustainable Leadership (nachhaltige Führung) wird immer mehr an Bedeutung gewinnen und bezieht sich auf einen Führungsansatz, bei dem Führungskräfte nicht nur die kurzfristigen Unternehmensziele im Auge haben, sondern auch die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) berücksichtigen.

Dieser Ansatz erfordert ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Verantwortung.

Führungskräfte müssen daher in der Lage sein, ihre Teams beim Thema Nachhaltigkeit anzuleiten, sowie entsprechende Grundsätze im Arbeitsalltag und persönlichen Austausch täglich vorzuleben. Ganz gleich, ob Ihr Unternehmen zukünftig gesetzlich berichtspflichtig ist oder nicht.

Nachhaltigkeit erfordert Kulturwandel

Unabhängig der Umsetzungsgeschwindigkeit politischer Vorgaben, sollten Unternehmen die Nachhaltigkeitstransformation aus eigenem Antrieb voranbringen. Der wichtigste Treiber dabei sind die MitarbeiterInnen selbst. Nur wenn sie neue Abläufe und einen grundsätzlichen Wertewandel verinnerlichen, gelingt eine nachhaltigere Unternehmenskultur.

 

Führungskräfte und Teamleiter sind daher in der Verantwortung, ihre MitarbeiterInnen geeignet anzuleiten und bei der Transformation zu unterstützen. Dies geschieht schrittweise, bedarf Durchhaltevermögen und oft auch Impulse und professionelle Begleitung von außen.

1. Die Prinzipien

  • Langfristiges Denken: Nachhaltige Führung bedeutet, langfristige Ziele zu verfolgen und nicht nur kurzfristige Gewinne zu maximieren. Führungskräfte sollten die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Zukunft des Unternehmens und der Gesellschaft insgesamt berücksichtigen.

 

  • Verantwortungsbewusstsein: Nachhaltige Führungskräfte übernehmen Verantwortung für ihre Handlungen und Entscheidungen. Sie verstehen, dass ihre Entscheidungen Auswirkungen auf Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und die Umwelt haben können.

 

  • Transparenz und Kommunikation: Offene Kommunikation und Transparenz sind entscheidend für nachhaltige Führung. Führungskräfte sollten daher über ihre Absichten, Ziele und Fortschritte in Bezug auf Nachhaltigkeit berichten.

 

  • Innovation und Anpassungsfähigkeit: Nachhaltige Führung erfordert die Fähigkeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und innovative Lösungen für ökologische und soziale Herausforderungen zu entwickeln.

 

  • Mitarbeiterengagement: Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden und sicherstellen, dass diese die Ziele und Werte des Unternehmens teilen.

2. Die Vorteile

  • Langfristige Wettbewerbsfähigkeit: Unternehmen, die nachhaltig geführt werden, sind besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet und können langfristig erfolgreich sein.

 

  • Attraktivität für Talente: Nachhaltige Unternehmen liegen mehr und mehr im Trend und ziehen talentierte Mitarbeiter: innen an, die ihre Werte teilen.

 

  • Verbessertes Image: Nachhaltige Führung kann das Image eines Unternehmens maßgeblich verbessern und die Loyalität der Kunden stärken.

 

  • Risikoreduktion: Durch die Berücksichtigung von Umwelt- und sozialen Risiken können Unternehmen potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und minimieren.

3. Der Weg

1. Nachhaltigkeitsagenda auf Teamebene bringen

Nachhaltigkeitsstrategien des Unternehmens sollten gemeinsam mit dem Team analysiert und für den Alltag auf greifbare Maßgaben adaptiert werden. So wissen alle, was sie in ihrem konkreten Arbeitsbereich verändern und von nun an berücksichtigen müssen, um zum Unternehmensziel beizutragen. Auch bei der Umsetzung der abgeleiteten Maßnahmen sollten Führungskräfte gezielt anleiten und steuern, bis Teams diese verinnerlicht haben.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was können wir im Alltag verändern, um Ressourcen einzusparen?
  • Welche unserer Prozesse lassen sich verschlanken?
  • Wie kann unser Bereich zur Nachhaltigkeits-Agenda beitragen?

2. Impulse von außen

Teamleiter sollten möglichst regelmäßig nach neuen Impulsen und Anknüpfungspunkten für nachhaltigere Lösungen und Abläufe Ausschau halten. Wenn sie diese mit ihrem Team teilen, können sie gemeinsam überprüfen, welchen Nutzen diese in der eigenen Abteilung bringen. Hierbei können vor allem Best Practices und Use Cases anderer Teams oder Branchenakteure wertvoll sein. Im Idealfall motiviert das auch die Teammitglieder selbst, beim Thema Nachhaltigkeit die Augen offen zu halten und Impulse im Kollegenkreis zu teilen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was können wir uns von anderen abschauen?
  • Welche guten Ideen können wir für uns adaptieren?

3. Synergieeffekte identifizieren und nutzen

Der interne Austausch mit anderen Teams ist elementar, damit Synergiepotenziale innerhalb der Organisation ausgeschöpft werden. Nur wer regelmäßig miteinander spricht, erfährt auch was. So können Teamleiter nicht nur gute Ideen für ihre eigenen Teams erkennen, sondern auch dafür sorgen, dass die in ihrem Team erdachten guten Lösungen weitergetragen werden – und somit die gesamte Organisation davon profitiert.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie können auch andere von unseren Lösungen profitieren?
  • Was können wir mit anderen Teams teilen?
  • Welche Veränderung könnte auch für andere Teams Mehrwert stiften?

4. Rollenanforderungen managen

Es ist essenziell, dass alle im Team über ausreichend Kenntnisse verfügen, um nachhaltige Entscheidungen entsprechend ihrer Rolle und ihres Aufgabenbereiches zu treffen. Teamleiter sollten daher im regelmäßigen Austausch mit ihren Teammitgliedern evaluieren, ob und wie sich die jeweilige Rolle verändert hat oder künftig wandeln wird. In dieser Konsequenz gilt es eben auch, Qualifizierungsbedarf zu identifizieren und Teammitglieder dabei zu unterstützen, dass sie stets das Wissen und die Fähigkeiten erhalten, die sie brauchen, um ihre Arbeit wie gefordert ausüben zu können.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche neuen Anforderungen müssen wir erfüllen?
  • Wie haben sich Rollen im Team verändert?
  • Welche neuen Skills brauchen Teammitglieder aufgrund dieser Entwicklungen?

5. Fortschritte transparent kommunizieren

Es ist wichtig, dass Teamleiter Transparenz im Zusammenhang mit dem angestrebten Nachhaltigkeitswandel und entstehenden Umbrüchen im Unternehmen schaffen. Sie sind das Sprachrohr der Geschäftsleitung in die Teams und können mithilfe transparenter Kommunikation Unklarheiten beseitigen und Erfolgsmeldungen besser verteilen. Kaum etwas behindert Change mehr als schlechte, intransparente Kommunikation.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Schritte haben wir bereits als Organisation gepackt und wo stehen wir derzeit?
  • Wo liegen aktuelle Herausforderungen, die das Team kennen sollte?

6. Grundsätze im Team verankern

Führungskräfte müssen die sozialen Dimensionen fest in den Arbeitsalltag integrieren. Dazu gehört, dass Prinzipien wie soziale Gerechtigkeit und Fairness durchgesetzt und von allen Teammitgliedern eingefordert werden. Insbesondere das Thema Chancengleichheit kann noch umfangreicher adressiert werden. Die Führungskraft sollte Teammitglieder, die aus einer privilegierten Position heraus agieren, dafür sensibilisieren.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie können wir für ein faires Miteinander im Team sorgen?
  • Welche Personen sind besonders häufig von Benachteiligung betroffen?
  • Wie können wir sie besser unterstützen?
  • Wie wollen wir mit unfairem Verhalten umgehen?

Expertentipp: Das Thema Nachhaltigkeit ist gekommen, um zu bleiben. Warten Sie deshalb nicht mehr länger zu und starten Sie! Machen Sie Ihre Mitarbeiter:innen zu Changemaker im Unternehmen, die aktiv Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit anstoßen, innovative Lösungen entwickeln und Projekte vorantreiben.

Get in Touch

Wollen Sie mehr über dieses Thema erfahren? Oder wollen Sie gemeinsam mit Ihrem Team die Nachhaltigkeitsreise starten? Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen zum Changemaker-Programm oder meinen Workshops und Beratungsleistungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf Sie und Ihr Unternehmen!